“Knapp deneben ist auch nicht aufgestiegen” …

… “nix Halbes und Nix Ganzes”, “Sekt oder O-Saft”, “hätte, hätte, Fahrradkette”, …

So oder so ähnlich könnte man den Verlauf der diesjährigen Saison für die siebte Herrenmannschaft der Winkelhaider Tischtennisspieler betiteln. Am Ende war es dann eben doch kein Aufstieg, der dabei rauskam, sondern nur das Ticket für ein weiteres Jahr in der 4. Kreisliga (für nicht-Eingeweihte: Dabei handelt es sich um die derzeit unterste Spielklasse im Kreis Hersbruck). Doch fangen wir von vorne an:

Schon das zweite Spiel der Vorrunde führte uns nach Rasch in die Halle des vermeintlichen (und später auch tatsächlichen; dazu herlichen Glückwunsch von uns) Top-Aufstiegskandidaten. Das heisst schon in diesem Spiel ging es um ziemlich viel – fast schon um die Wurst. Als wir die Aufstellung der Gastgeber sahen, war auch den meisten von uns schnell klar, dass an diesem Abend wohl nicht viel für die Siebte drin sein dürfte, zumal wir schon zu diesem ersten ersatzgeschwächt (oder -gestärkt :-)) antreten mussten. Eine Stimme behauptete sogar: “Da gehen wir heute mit einem 9:0 nach Hause”.

So schlimm kam es dann allerdings doch nicht ganz, und als wir zum Ende des Abends mit einem 4:9 aus Winkelhaider Sicht die Halle verließen, war der Kampfgeist schon wieder geweckt und die Meinung war eher ein “vielleicht geht da in der Rückrunde doch noch was”.

Die restlichen Spiele der Vorrunde verliefen dann recht gut und konnten allesamt mit maximal 2 Gegenpunkten gewonnen werden. Einzig gegen die Zweite des SV Pühlheim mussten wir so richtig kämpfen, hatten aber auch hier das bessere Ende auf unserer Seite und konnten das Spiel mit 9:7 gewinnen.

Nach der Winterpause glich die siebte Mannschaft dann eher einem Lazarett als einer Tischtennis-Mannschaft: Gleich zwei Akteure konnten nur bei wenigen Spielen dabei sein, sodass unsere Erstatzleute ein ums andere mal ran mussten. In dieser Situation stellte es sich als ein wahrer Segen heraus, dass in der aktuellen Spielzeit erstmalig die Damen bei uns mitspielen durften und dies auch fleissig taten. Ein besonderer Dank geht also an Anja, Petra, Renate, Dorothea und Margot, die immer bereit waren, bei uns einzuspringen, wenn “Not am Mann” war und auch eine ganze Menge Siege für uns erkämpfen konnten. Und logisch: Auch unsere Ersatzleute aus der “Achten” waren immer da, wenn wir sie brauchten, und haben gepunktet. Vielen Dank an Heinz, Reinhard, Hisami, Walter und Tobias.

In Folge der prekären Personalsituation gestaltete sich die Rückrunde also deutlich spannender als die Vorrunde: Diesmal “nur” ein Unentschieden gegen Altdorf, Pühlheim und Unterferrieden II und sogar eine bittere 7:9-Niederlage gegen Mosbach II. Die Spiele gegen Unterferrieden III und IV sowie Ochenbruck III konnten hingegen recht deutlich gewonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Aufstiegshoffnungen sowie die Hoffnung gegen Rasch im Rückspiel vielleicht doch mal den Spiess umdrehen zu können, gleich Null.

Am letzten Spieltag der regulären Saison kam es dann also in eigener Halle zum “Showdown” gegen den SV Rasch II. Mit Wolfgang stand jetzt auch einer der beiden Dauerverletzten wieder an der Platte. Und tatsächlich könnten wir an diesem Abend mit den Raschern fast mithalten. Aber eben nur fast: Am Ende stand es dann doch 7:9. Das bedeutet für uns den dritten Tabellenplatz am Ende der Spielzeit. Hätten wir mit etwas mehr Glück an diesem Abend gewonnen, dann wären wir trotz der durchwachsenen Rückrunde als Tabellenzweiter direkt in die 3. Kreisliga aufgestiegen.  Der dritte Platz hingegen bedeutete eine Verlängerung der Saison um ein weiteres Spiel: Die Relegation gegen den drittletzten der 3. Kreisliga. Und das war die vierte Mannschaft des SV Gersdorf.

Also “reisten” wir am 22.4. um 20.30h zum letzten und entscheidenden Auswärtsspiel der Saison. Unsere Hoffnungen auf einen Sieg waren nicht allzu groß. Aber probieren kann man es ja mal. Leider mussten wir uns den Gersdorfern am Ende dann doch mit 4:9 geschlagen geben und es wurde doch nichts mit dem insgeheim noch erhofften Aufstieg. 4:9 klingt erst mal recht deutlich, wenn man sich die Ergebnisse der einzelnen Spiele anschaut, gab es aber einige, die wir teilweise recht knapp im fünften Satz verloren hatten. Ein einfacher Sieg war es also für die Gersdorfer doch nicht, was man auch daran merkte, dass die Gastgeber unmittelbar nach Spielende den Sieg mit einigen obligatorischen “Maßen” feierten. Von uns an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Glückwunsch an den SV Gersdorf IV für den Klassenerhalt in Liga 3!

Zum Ende der Saison bleibt uns also nun als Perspektive ein weiteres Jahr 4. Kreisliga. Da wir uns allerdings voraussichtlich an einer Position personell verstärken können, hoffen wir im nächsten Jahr (vielleicht auch ‘mal mit etwas weniger Ausfällen) wieder ein Wörtchen beim Thema Aufstieg mitreden zu können. Um also noch eine weiteere Phrase zu bedienen: Das derzeitige Motto lautet “after the season is in front of the season” 🙂

Relegation ist, wenn man trotzdem lacht ...

Die siebte Mannschaft nach dem Relegationsspiel beim SV Gersdorf IV. Hinten (v.l.n.r) Wolfgang Utz, Hisami Ishii, Horst Holzheid und Reinhard Weiß. Vorne Renate Ritter und Günther Brückner. Bild: Anja Schneider

Zum Abschluß noch ein paar Takte Statistik, nämlich die Ergebnisse der einzelnen Akteure und Doppel unserer Mannschaft in der Spielzeit 2016/7:

Einzel
Günther Brückner    20:8
Gerhard Ledermüller    5:3
Wolfgang Utz    11:3
Renate Ritter    3:3
Horst Holzheid    14:4
Anja Schneider    9:3
Heinz Hofmann    4:7
Reinhard Weiss    8:7
Hisami Ishii    12:3
Petra Hofmann    3:1
Jürgen Scherle    1:3
Walter Möllerherm    3:5
Dorothea Koch    0:2
Malgorzata Wrodarczyk    1:0
Tobias März    1:2

Doppel
Günther Brückner / Horst Holzheid    14:5
Anja Schneider / Wolfgang Utz    4:0
Hisami Ishii / Reinhard Weiss    2:2
Hisami Ishii / Walter Möllerherm    1:2
Heinz Hofmann / Reinhard Weiss    1:2
Petra Hofmann / Wolfgang Utz    2:0
Gerhard Ledermüller / Reinhard Weiss    2:0
Gerhard Ledermüller / Wolfgang Utz    1:1
Tobias März / Walter Möllerherm    1:1
Renate Ritter / Anja Schneider    1:1
Petra Hofmann / Renate Ritter    2:0
Hisami Ishii / Malgorzata Wrodarczyk    1:0
Jürgen Scherle / Reinhard Weiss    1:0
Horst Holzheid / Jürgen Scherle    1:0
Hisami Ishii, / Anja Schneider    0:1
Heinz Hofmann, / Hisami Ishii    0:1
Walter Möllerherm / Reinhard Weiss    0:1
Heinz Hofmann / Wolfgang Utz    0:1
Dorothea Koch / Anja Schneider    0:1
Günther Brückner / Gerhard Ledermüller    0:1

Ein Kommentar:

  1. So, jetzt auch (hoffentlich) ohne Tippfehler …

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