Völlig gefühllos

Wir waren in Gersdorf zu Gast. Beim Einspielen hat dann einer gesagt “das ist ja Plastik”. Gemerkt hat keiner von uns was, außer das man’s am Aufdruck erkennen konnte. Kommentar Thomas: die sind viel glatter, müsste eigentlich viel weniger Spin geben. Fazit: an uns ist jedes gefühlsechte Produkt verschwendet.

Die Doppel: Günter und ich durften wieder gegen das Einser-Doppel (S. Nagel/G. Schreimel) spielen die uns im ersten Satz zu fünf, im zweiten zu sieben überrollten, also eine kurze Sache. Vor dem dritten Satz meinte Günter, er könnte es mal ohne Unterschnitt probieren. Gesagt getan, fortan zogen die Gersdorfer ihre Topspins eher mal hinter den Tisch als drauf. Bei 9:9 im Fünften spielte Günter dann überraschend zwei schnittige Returns und der erste Punkt war da. Umgedreht ging’s den Bauers gegen A.Nagel/Brunner: 2:1 geführt und noch im fünften Satz mit hoher Führung gewechselt und dann zu 9 verloren. Keinerlei Probleme hatten Walter und Thomas mit Haas/Pfeiffer, drei kurze Sätze und die Einzel konnten beginnen.

Wenig Freude hatte Horst in einem wechselvollen Spiel gegen S. Nagel, der vielleicht über die fünf Sätze verteilt ähnlich viel Bauern zu bieten hatte, dummerweise aber eine Häufung im letzen aufzuweisen hatte. Dies führte dann bei Horst zum Verlust des Spiels und auch der Beherrschung. Verletzt wurde niemand. Peter spielt schön mit A. Nagel mit, der ideale Sparringspartner aber Andreas hatte immer irgendwie die besseren Bälle, ein glattes 3:0 war das Resultat. Walter konnte mit G. Schreimel gut mithalten, hatte aber trotzdem irgendwie das Nachsehen und verlor in vier Sätzen. Bei Günter bahnte sich ein Drama gegen Brunner an. Nach dem ersten Satz symbolisches Haareraufen und “ich kann gegen den nicht spielen, der spielt so weich und bringt alles zurück”. Das hat er auch gemacht. Also beraten, getröstet und was man halt so tut mit dem Effekt, dass Günter den fünften Satz klar und überlegen mit 13:11 gewinnen konnte. Ich konnte gegen Haas in vier Sätzen gewinnen, Thomas in drei gegen Pfeiffer. Bei Thomas war aber deutlich mehr Pfeffer (wirklich ohne i) drin. Den Ersten gewann er zu 10, den Zweiten zu 15. Ich setzte dann nach Tipps von Günter zur Stilberatung an: etwas weg vom Tisch, nicht ins Kreuz fallen und weniger hart, dafür etwas höher ziehen. Gibt bessere Haltungsnoten und der Ball landet seltener im Netz. Gesagt getan, vermutlich gab’s auch noch andere Gründe, jedenfalls ging der dritte Satz mit 11:1 deutlich deutlicher aus. Erster Durchgang mit einer knappen Führung beendet.

Nun schlug das Imperium plötzlich zurück: Peter gewann gegen Stefan, Horst gegen Andreas. Kleine Anektode am Rande: Peter hatte vor diesem Spiel immer gegen Andreas gewonnen und immer gegen Stefan verloren aber es ist halt nix für die Ewigkeit. Leider kam dafür nichts aus der Mitte, Schreimel war wirklich stark an diesem Tag und Brunner ist halt unangenehm. Dafür hatten Thomas und ich keine Probleme, zwei mal 3:0 und der Abend war gerettet. Wie man sieht braucht man kein Gefühl für den Plastikball, das Gespenst ist gebannt.

Und nun zum Apres TT: Leider hat ja Georg (griechisch: Jorgos) Gersdorf verlassen. Die Gersdorfer haben aber die Lücke bis auf Weiteres bestens gestopft. Für Günter gab’s statt Kalamaris Backsteinkäs, für mich statt Kalamaris Fleischsülze und auch der Rest konnte zufrieden gestellt werden. Gut dass Schorsch nicht dabei war, Pizza Lunz hätte es nicht gegeben. Zur Zeit sind wir auf dem orakelten vierten Platz, die Pause zum nächsten Spiel beträgt etwa 20 Stunden, Schnaittach heißt der Gegner.

3 Kommentare:

  1. Thomas Schreiter

    Hallo Manfred,

    top Bericht wieder, anbei die vier fehlenden Kommas – ,,,, – für den Bericht, sonst kann man ja nichts (!) aussetzen.

    Thomas

  2. “… jedes gefühlsechte Produkt…”???

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert